Ich habe keine Zeit. Nur Prioritäten.

Ich habe keine Zeit. Nur Prioritäten.

Prof. Peter KruseIn letzter Zeit bin ich mehrfach aus den unterschiedlichsten Ecken darauf angesprochen, woher ich die Zeit für meine Twitter, Facebook, XING und Blogger Aktivitäten nehmen würde.

Die Antwort ist bei genauerem Nachdenken erstaunlich generisch: (Nahezu) Niemand von uns hat genug Zeit um alles zu tun, das möglich, interessant, erforderlich, angebracht und/oder wünschenswert ist. Zeit und Aufmerksamkeit sind meines Erachtens DIE Begrenzung überhaupt.

Anders formuliert ist es die Kernaufgabe jedes Individuums, diese knappe Ressource angemessen gemäß der eigenen Priorisierung auf die unterschiedlichen Tätigkeiten zu verteilen.

Das klingt vielleicht hochtrabend und akademisch, scheint mir aber trotzdem wahr zu sein.

Insofern steht hinter der Frage “woher nimmst Du die Zeit für X” eigentlich eher die Frage “welches Y lässt Du sein um in X Zeit zu investieren und warum hältst Du X für wichtiger als Y”. (Das ist gar nicht so trivial wie es möglicherweise auf den ersten Blick klingen wird.)

In unserer Ausgangsfrage sind X die Twitter, Facebook, XING und Blogger Aktivitäten Y,  so fürchte ich, kann ich nur bedingt spezifizieren. Es ist ein Sammelsurium an C-Vorgängen und Ablenkungen – angefangen vom Lesen der regionalen Tageszeitung bis zum übermäßigen Invest von Aufmerksamkeit und Zeit in Routinevorgänge.

Entscheidend – und darauf wollte ich hinaus – ist nun die Priorisierung. Ich bin der festen Überzeugung, dass Twitter, Facebook, XING, Blogging – allgemein alles rund um das Web 2.0 und soziale Netzwerke – keine Modeerscheinung und auch keine “nice to have” Tätigkeiten sind.

Ganz im Gegenteil glaube ich, dass kaum etwas in der jüngere Vergangenheit einen derart großen Einfluss auf unsere Gesellschaft hat!

Um das zu untermauern bemühe ich den deutschen Psychologen Prof. Peter Kruse in Form eines Videos, auf das mich freundlicherweise @gottschling aufmerksam gemacht hat (und das auch bei Myndian eingestellt wurde).

[blip.tv ?posts_id=2830279&dest=-1]

Zur Bedeutung von Prof. Kruse ein Zitat aus WIKIPEDIA:

Die „Computerwoche“ bezeichnete ihn 2005 als „Deutschlands Change-Management-Papst“.[12]

Im Jahr 2009 wählte ihn das „Personalmagazin“ zum dritten Mal (2005/2007/2009) in die Liste der 40 einflussreichsten Persönlichkeiten für das Personalwesen [13] und das Magazin „managerSeminare“ nannte ihn 2008 „Deutschlands Querdenker Nummer 1

Jeden, der das Web 2.0 für eine Spielerei hält, fordere ich dazu auf, diese Gedanken zu verschriftlichen, an einer sicheren Stelle für 10 Jahre zu verwahren und das Schriftstück nochmal durchzulesen. Interessant wird dieses Experiment so oder so sein.

(Dieser Artikel erschien ursprünglich in meinem privaten Blog.)

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