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Sie haben für alle Eventualitäten vorgesorgt. Die Systeme sind redundant und laufen vollständig automatisiert. Falls etwas passieren sollte, übernimmt die Ausfallsicherung. Und dann passiert es wirklich. Ein Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert die Stadt. Wie durch Zauberhand übernehmen Amazon EC2 und die ausgewählten Disaster-Recovery Produkte automatisch die Systeme. Ihre Disaster-Recovery Lösung hat funktioniert.

Klingt grundsätzlich vorbildlich, man vergießt hierbei jedoch auf ein wesentliches Problem: Niemand wird sich um das System kümmern. Jeder möchte nach seiner Familie sehen. Es gibt kein Büro mehr und keine Ausweichräumlichkeiten. Kein Strom mehr, keine Internetverbindung und das 3G-Netz ist stark überlastet. Sie können Ihre Mitarbeiter nicht einmal kontaktieren.

Viele IT-Unternehmen verwechseln hier Disaster-Recovery Lösungen mit einem Business-Continuity Plan. Die IT-Leute sind verantwortlich für die Implementierung und die „große Katastrophe“ scheint für manche zu unwahrscheinlich – dabei betrifft so ein Fall nicht nur das IT-Department. Ein Unternehmen muss für derartige Vorkommnisse gewappnet sein. Eine D-R Lösung umfasst den gesamten Systemwiederherstellungsprozess, der menschliche Faktor wird hier jedoch oft nicht berücksichtigt. An dieser Stelle sollte ein Business-Continuity Plan einsetzen, in der Praxis bleibt dies jedoch häufig unbeachtet.

Viele Unternehmen haben ein Infrastruktur-Team, dessen Aufgabe der Aufbau eines katastrophensicheren Systems ist. Diese Aufgabe wird durch den Einsatz von Tools erledigt, die speziell für diesen Zweck entwickelt und vermarktet werden. Die Cloud (beispielsweise EC2 oder Azure) vereinfacht die IT-Komponente von D-R Lösungen, dadurch wird jedoch nur ein Teil des Problems abgedeckt. Der IT-Plan steht, aber dabei bleibt es meist auch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich das Management eines solchen Unternehmens kein Szenario überlegt hat, in dem nach einer eingetretenen Katastrophe niemand mehr zur Arbeit erscheint, vor allem weil es im Leben durchaus wichtigere Dinge gibt, wie zum Beispiel Familie und Angehörige.

Um es klar auszudrücken: bei Business-Continuity geht es nicht nur um IT-Probleme, dies ist vielmehr ein unternehmensweites Problem. Nach dem Aufbau eines D-R Systems sollte sich jeder verantwortlich fühlen, das Management auf alle wesentlichen, unternehmensweiten Aspekte des Problems aufmerksam zu machen. Ansonsten ist das System sich selbst überlassen und wird wahrscheinlich das Problem nicht lösen können.

Es muss festgelegt werden, wer sich bei einem Ausfall der ganzen Stadt um das Aufrechterhalten der Abläufe kümmert. Wer macht die Personalabrechnung? Wer beantwortet Anfragen von der Website? Gibt es ein provisorisches Büro? Haben Sie sich Gedanken darüber gemacht, woher Sie die PCs nehmen, um überhaupt weiterarbeiten zu können?

Wenn Sie ein Backup Ihres Datencenters an einem anderen Ort haben, ist das wunderbar, aber überlegen Sie sich, ob Sie dort nicht gleich ein Büro inklusive Personal aufbauen sollten, welches übernehmen kann, wenn Ihre primären Mitarbeiter dazu nicht in der Lage sind.

Die Kosten mögen außerordentlich hoch erscheinen, aber wenn das Unternehmen einfach weiterlaufen und Umsätze machen muss (wie die meisten Unternehmen), sollte das egal sein. Viele Unternehmer ignorieren die Notwendigkeit eines Business-Continuity Plans, unter der Annahme, dass Ihnen schon nichts Schlimmes passieren wird. Sie planen nicht oder nur minimal voraus, ungeachtet des menschlichen Faktors. Heutzutage stellt die IT einen essentiellen Bestandteil jedes Unternehmens dar. Es wäre unvernünftig anzunehmen, ein Unternehmen könne sich ohne eine ordentliche Katastrophenplanung von solchen Vorfällen erholen.

Es sollte hierbei noch erwähnt werden, dass die Aufstellung eines unternehmensweiten Business-Continuity Plans natürlich nicht im Rahmen Ihrer IT Aufgaben durchgeführt werden muss. Aber Sie sollten auf jeden Fall andere Abteilungen auf die notwendigen Schritte und das mit einer Katastrophe verbundene Risiko aufmerksam machen. Wenn Sie sich nicht darum kümmern, wird es wahrscheinlich niemand tun.