Eine zweite Chance f├╝r webOS: HP ├╝bernimmt Palm f├╝r 1.2 Milliarden US$

Eine zweite Chance f├╝r webOS: HP ├╝bernimmt Palm f├╝r 1.2 Milliarden US$

Eine ganze Weile wurde bereits dar├╝ber spekuliert, jetzt steht es also fest: Der angeschlagene Smartphone Hersteller Palm wird verkauft.

F├╝r 1,2 Milliarden US$ ├╝bernimmt Hewlett Packard das verlustreiche US Unternehmen, das k├╝ndige HP heute an. Man werde die Aktien f├╝r 5,70 US$ pro St├╝ck ├╝bernehmen; zuletzt ging die Palm Aktie mit 4,63 US$ aus dem Handel.

Interessantes Detail: Obwohl Hewlett Packard sowohl Partner von Google, als auch von Microsoft ist, gibt es ein klares Bekenntnis zum von Palm entwickelten Smartphone Betriebssystem webOS.

Dass Palm kurz vor einem Verkauf stand, wurde in der Branche angesichts der Verluste die das Unternehmen schrieb, bereits seit einiger Zeit gemunkelt.

Unklar war jedoch immer, was bei einer solchen Transaktion aus dem mit hohem Aufwand entwickelten webOS wird.

Brian Humphries, HPÔÇÖs Senior Vice President f├╝r Strategie und Unternehmensentwicklung, war jedoch diesbez├╝glich eindeutig: ÔÇťWir sind ├╝berzeugt, webOS ist eines der besten Smartphone Betriebssysteme am Markt. Wir k├Ânnen uns nicht vorstellen, dass zum Beispiel eine Eigenentwicklung innerhalb von 3 bis 5 Jahren auch nur ann├Ąhernd an webOS herank├Ąme. Mithilfe unserer finanziellen St├Ąrke, werden wir webOS auf das n├Ąchste Level heben.ÔÇŁ

Auf GoogleÔÇÖs konkurrierendes Android OS angesprochen stellte Humphries klar: ÔÇťWir werden aggressiv ┬ágegen Google und Apple ank├Ąmpfen. Wir haben jetzt ein sehr wettbewerbsf├Ąhiges Betriebssystem in unseren H├Ąnden.ÔÇŁ

Durch die Akquisition gelangt HP an gesch├Ątzte 1.500 Patente, die auf Palm ausgestellt sind. Es ist davon auszugehen, dass der wesentliche Wert dieser ├ťbernahme f├╝r HP prim├Ąr im ├ťbertrag dieses geistigen Eigentums liegt, nicht etwa in den Hardware-Entwicklungen.

F├╝r den Smartphone Markt ist die Ank├╝ndigung dieser ├ťbernahme ÔÇô Aufsichtsr├Ąte und Beh├Ârden m├╝ssen noch zustimmen ÔÇô zun├Ąchst einmal ausschlie├člich positiv zu bewerten. Palm selbst fehlt jede Kraft, um die Zukunft von webOS sicherzustellen. Zunehmender Wettbewerbsdruck kann weder Apple noch Google schaden, die intelligente Smartphones derzeit ziemlich dominieren.

Der Pressemitteilung ist auch zu entnehmen, dass PalmÔÇÖs CEO Jon Rubinstein dem Unternehmen erhalten bleibt. Rubinstein geh├Ârt zu den Erfindern des iPad und war seinerzeit von Apple zu Palm gegangen, um dort seinen Traum von webOS zu verwirklichen. Zuletzt waren Ger├╝chte laut geworden, Rubinstein m├╝sse als Konsequenz der schlechten Lage des Unternehmens seinen Stuhl r├Ąumen.

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