Bei all dem Wirbel um das gestrige iPhone OS 4 Event hätte man leicht übersehen können, dass Apple Mitarbeiter Anders Carlsson eher sang- und klanglos die Browser-Engine WebKit2 angekündigt hat. Die wichtigste Neuerung ist das aus Google Chrome bekannte Modell, jeden Browser-Tab in einem eigenen Prozess laufen zu lassen, um bei einem möglichen Crash einer Seite nicht gleich den ganzen Browser mit abstürzen zu lassen.

Anders Carlsson fasst im WebKit-Wiki zusammen:

WebKit2 is designed from the ground up to support a split process model, where the web content (JavaScript, HTML, layout, etc) lives in a separate process. This model is similar to what Google Chrome offers, with the major difference being that we have built the process split model directly into the framework, allowing other clients to use it.

Seit Version 4.0 von Apples Safari werden zwar schon Plugins in eigenen Prozessen ausgeführt, demnächst wird man als User aber endlich auch in Apples Browser (und in allen anderen WebKit benutzenden Applikationen) auf den gleichen Absturz-Schutz zurückgreifen können, wie in Googles 2008 erschienenen Chrome.

Außerdem soll die strikte Trennung von Web und UI-Prozess nicht nur der verbesserten Reaktionsfähigkeit und stärkeren Robustheit dienen, sondern ebenfalls eine bessere Ausschöpfung des Potentials von Multi-Kern CPUs möglich machen.

Um den Unterscheid zur bisherigen WebKit-Version noch besser zu verdeutlichen, möchte ich Euch zwei Grafiken der Entwickler nicht vorenthalten:

mac webkit stack Browser Engine WebKit2 angekündigt webkit2 stack 300x250 Browser Engine WebKit2 angekündigt