Anonyme Facebook-Angestellte im Interview

Anonyme Facebook-Angestellte im Interview

facebook_DW_Wirtsch_326705gPrivatsphĂ€re und die damit verbundene AnonymitĂ€t im Netz scheint fĂŒr Facebook das große Thema dieses Winters zu sein. Nachdem Mark Zuckerberg gegenĂŒber Michael Arrington betont hat, dass Facebook heutzutage die Weitergabe sĂ€mtlicher Daten als Standard haben wĂŒrde, taucht bei therumpus ein anonymes Interview mit einer Mitarbeiterin von Facebook auf.

Wirklich neu sind die Erkenntnisse aus dem Interview nicht. Möglicherweise speichert Facebook tatsĂ€chlich sĂ€mtliche Clicks von Benutzern. NatĂŒrlich werden unglaublich viele Server benötigt, damit 350 Millionen User verwaltet werden können. Sicherlich kommen Mitarbeiter von Facebook an unsere Daten – egal ob per Master-Passwort oder SchaltflĂ€che.

Das Interview, welches ĂŒbrigens bereits im Sommer 2009 gefĂŒhrt wurde, wirft im Netz sofort die Frage auf, ob die anonyme Quelle auch tatsĂ€chlich ein Mitarbeiter von Facebook ist. Genau das ist auch der interessantere Aspekt der Berichterstattung.

Inwiefern die Informationen im Interview stimmen, ist gar nicht so wichtig – womöglich stimmt sogar die Geschichte von Chuck Norris als Master-Passwort. Viel spannender ist die Frage, wie wir im Jahr 2010 sicherstellen können, dass Informationen auch wirklich von demjenigen stammen, der diese Person vorgibt zu sein. Im privaten Kontext ebenso wie geschĂ€ftlich, als Vertreter einer Firma. Ganz besonders, wenn Informationen online erscheinen.

Auch wenn es kein primĂ€r technisches Problem ist, so dĂŒrfte Technik eine wesentliche Rolle beim Meistern dieser Herausforderung spielen. Twitter hat mit seinen verified Accounts einen ersten Schritt getan. Wir dĂŒrfen gespannt sein, was sich soziale Netze in Zukunft noch einfallen lassen, um die IdentitĂ€t ihrer Mitglieder zu wahren.

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Shh. Here's some distraction

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