Die dunkle Seite der neuen Twitter Listen

Die dunkle Seite der neuen Twitter Listen

twitterlist1Michael Gray, ein Consultant f├╝r Social Media und Suchmaschinen-Optimierung, hat ein interessantes Experiment durchgef├╝hrt.

Die Frage, die er sich gestellt hat: K├Ânnte man mit dem Wissen, dass GoogleÔÇÖs Algorithmus zur Bewertung von Suchergebnissen den Stellenwert einer Seite A die zu einer Seite B verlinkt als Wesentlich ber├╝cksichtigt, die von Twitter.com vor einiger Zeit eingef├╝hrten Listen missbrauchen um den Ruf eines unschuldigen Twitter Nutzers zu verunglimpfen?

Twitter Listen erlauben den Nutzern die Eingabe eines freien Beschreibungstextes, der dann inhaltlich Bestandteil der Twitter.com Webseite ist.

Was w├╝rde passieren, wenn man beispielsweise eine Liste mit dem Titel ÔÇťpeople who bought linksÔÇŁ erstellt und einfach irgendeinen Twitter Benutzer auf diese Liste setzen w├╝rde?

Genau das hat Michael ausprobiert.

Hier ist seine Twitter Liste. F├╝hren Sie nun eine Suche nach ÔÇťpeople who bought linksÔÇŁ bei Google durch, liefert Ihnen der Suchgigant als erstes Suchergebnis die Liste zur├╝ck, auf der sich Matt Cutt befindet, der arme Twitter Benutzer, den Michael f├╝r sein Experiment ausgew├Ąhlt hat. Gerade einmal zwei Tage hat es gedauert, bis MichaelÔÇÖs Liste die Google Rangliste hochgeklettert war.

Wir m├Âchten es nicht vers├Ąumen zu betonen, dass Matt Cutt nat├╝rlich zu keinem Zeitpunkt f├╝r Links bezahlt hat; dies betont auch Michael deutlich in seinem Blog Artikel zu diesem Thema.

Gray gibt einige Ratschl├Ąge, die Sie als aktiver Twitter Benutzer beherzigen sollten, wenn Sie Ihren Online-Ruf im Auge behalten m├Âchten:

  • ├ťberpr├╝fen Sie regelm├Ą├čig, auf welchen Listen Sie sich befinden und ergreifen Sie ggf. Gegenma├čnahmen.
  • Wenn Sie das Gef├╝hl haben, dass Twitter Listen im gro├čen Stil f├╝r diese Art der Suchergebnis-Beeinflussung missbraucht werden, ├Ąu├čern Sie Ihren Unmut gegen├╝ber den Betreibern. Diese werden vielleicht nicht direkt auf Ihren Einzelfall reagieren, je mehr Aufmerksamkeit jedoch auf das potentielle Problem gelenkt wird, desto eher k├Ânnen wir ┬ádamit rechnen, dass man sich dem Thema systematisch annimmt.
  • Falls Sie selbst ein Internetangebot betreiben, auf dem Benutzer eigene Inhalte erstellen k├Ânnen, pr├╝fen Sie die M├Âglichkeit f├╝r einen Missbrauch und ergreifen Sie Gegenma├čnahmen.

In einem Kommentar zu meinem englischen Artikel bei The Next Web International weist Robert Scoble (selbst auf ├╝ber 5.000 Listen) darauf hin, dass jeder Twitter Benutzer sich ganz einfach selbst von einer unliebsamen Liste entfernen kann: Sie m├╝ssen dazu nur den Account blockieren, dem die Liste geh├Ârt.

Haben Sie Ihre Zugeh├Ârigkeit schon ├╝berpr├╝ft?

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Shh. Here's some distraction

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