Der Wochenrückblick bei The Next Web Deutschland

Der Wochenrückblick bei The Next Web Deutschland

tnw_weekly_recapAb sofort fasst The Next Web International’s Mike Bracco jeweils zum Ausklang der laufenden Woche die wichtigsten Ereignisse und News im Weekly Recap zusammen. The Next Web Deutschland bringt die Zusammenfassung in einer übersetzten und um regionale Hinweise ergänzten Version.

Das Wichtigste auf einen Blick ab sofort also auch bei uns!

Falls wir etwas vergessen haben, twittern Sie bitte einfach einen kurzen Hinweis und nehmen Sie in Ihrem Tweet das Hashtag #tnwrecap auf. Haben wir ausschließlich für den deutschsprachigen Raum relevante Infos übersehen, nutzen Sie stattdessen bitte #tnwderecap.

chrome-os-logo-150x150Google veröffentlicht Details zum eigenen Betriebssystem: Chrome OS
Seit der Ankündigung der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems im Juli 2009 wurde über die Details des Google Produktes fast ähnlich viel spekuliert, wie dies sonst nur bei Apple Produkten üblich ist. Auf einem in dieser Woche abgehaltenen Special Event hat Google nun zum ersten Mal weitere Details bekannt gegeben und auch den aktuellen Stand des Quellcodes vollständig veröffentlicht (Chrome OS Demo Video und “Chrome for Dummies“). Wichtige Kernaussagen: Chrome OS wird noch ein weiteres Jahr auf sich warten lassen, innerhalb von nur sieben Sekunden booten und keine Unterstützung für lokale Speichermedien mitbringen (100% Cloud). In der Konsequenz bedeutet dies, dass es keine nativen Anwendungen geben wird, sondern sämtliche Chrome OS Applikationen Browser basiert sind.

Zahlreiche Ankündigungen auf Microsoft’s Professional Developer Conference (PDC)azure-logo-150x150
Steve Ballmer bezeichnet die Einführung von Windows 7 bisher als “fantastischen Erfolg”. Das Unternehmen verkaufte seit der Markteinführung am 22. Oktober unglaubliche 40 Millionen Einheiten. Auf der PDC bekannt gegeben wurden zahlreiche Informationen zu Microsoft’s Cloud Platform Azure sowie die Erweiterung der Plattform um zwei weitere Schlüsselkomponenten, Pinpoint und Dallas. Silverlight 4, Microsoft’s Adobe Flash und AIR Konkurrent, steht ab sofort in einer Beta Version zur Verfügung (übrigens zeitgleich mit der Veröffentlichung von AIR Version 2.0 durch Adobe). Die Redmonder bekräftigten auch ihre Pläne zur Entwicklung von Internet Explorer 9 und erneuerten das Versprechen, mit IE 9 einen modernen, standard-konformen Browser mit voller Unterstützung für HTML 5 zu liefern.

istock_map-pin-small-150x150Standortbezogene Dienste heben ab
Twitter’s gab in dieser Woche die Fertigstellung der Geotagging API bekannt. Damit wird endlich der Weg für Unterhaltungen innerhalb eines regionalen Kontextes vereinfacht. Das neue Feature wird nicht automatisch aktiviert, sondern muss über die Einstellungen im persönlichen Profil eingeschaltet werden. Es handelt sich außerdem um eine reine Erweiterung der Programmierschnittstelle. Standortinformationen werden also nicht über twitter.com veröffentlicht, sondern werden zunächst nur über die Twitter Clients von Drittanbietern zur Verfügung stehen. Große Aufmerksamkeit erzielte auch die Bereitstellung einer Schnittstelle (API) durch Foursquare einem standortbezogenen Sozialen Netzwerk. In Deutschland bislang noch nicht so bekannt, dürfte Foursquare’s Siegeszug mit den ebenfalls in dieser Woche aufgenommenen ersten deutschen Städten Köln, Frankfurt und Hamburg nun auch bei uns fortgesetzt werden. Foursquare erhofft sich von der Öffnung der Programmierschnittstellen den aktuellen Hype durch Anwendungen Dritter zu verstärken. Erste Beispiele für die Möglichkeiten der API finden sich auf der Developer Website. Bei so viel Geolocation Neuigkeiten, kann Google nicht einfach nichts tun: Der hauseigene Dienst Latitude kann nun über besuchte Orte buchführen und alarmiert, wenn Freunde sich in nächster Umgebung aufhalten.

twitter-t-150x150Spannende Detailänderungen bei Twitter
Neben der Veröffentlichung der Geotagging API gab es auf der Twitter.com Seite eine weitere kleine, aber durchaus interessante Änderung: Twitter fragt seine Benutzer seit dieser Woche nicht mehr “What are you doing?” sondern änderte die seit Gründung benutzte Überschrift in “What’s happening?” ab und unterstreicht damit die eigene Positionierung als News und Live Blogging Service. Zu den vor Kurzem erst eingeführten Listen können nun Beschreibungen gepflegt werden und die Twitter.com Seite erfuhr einige Detailverbesserungen. Twitter Mitgründer Biz Stone bestätigt Pläne noch in diesem Jahr Premium Accounts auszurollen. Unklar ist, welche zusätzlichen Leistungsmerkmale Premium Benutzern geboten werden, mit Sicherheit wird es für bezahlende Kunden jedoch erweitere Statistiken und Möglichkeiten zur tieferen Analyse von Reichweite, Status etc. geben; diese werden insbesondere von Firmen die Twitter als Marketinginstrument nutzen schon seit Längerem nachgefragt. Auch an der rechtlichen Front gab es in der letzten Woche Neues: Erneut wird Twitter für Patentverletzungen von Cooper Industries verklagt. Strittig ist Twitters Massenbenachrichtigungs-System, für das Cooper Industries gerne eine Lizenzgebühr kassieren würde.

Was sonst noch passierte

  • Mit großer Freude konnten wir die Erweiterung des The Next Web Netzwerkes auf den Mittleren Osten, Großbritannien, Australien, Polen, Italien und Bulgarien bekannt geben. Die Liste der Twitter und Facebook Fan Seiten wächst also kontinuierlich, wir freuen uns, wenn Sie uns auch dort folgen.
  • Salesforce veröffentlicht mit Salesforce Chatter ein Werkzeug für die Zusammenarbeit von Unternehmensteams in Echtzeit und tritt damit in Konkurrenz zu Lösungen von Yammer und Socialcast. Letzteres nutzen wir bei The Next Web für die Organisation des Netzwerkes.
  • Die von Menschen gefütterte Suchmaschine Mahalo und das beliebte Technik-Spielzeug Blog Engadget bekommen ein Facelift.
  • Camino, der populäre Open Source Browser für Macintosh Computer geht in die Version 2.
  • Seesmic vervollständigt sein Twitter Client Angebot um eine Version für Windows. Wir hoffen, dass es nun bald neben den Adobe AIR und Browser Versionen endlich auch einen nativen Desktop für Macs geben wird.
  • Brizzly geht mit einer hervorragenden Web Anwendung zur Nutzung von Facebook und Twitter an den Start.
  • Musikvideo Fans bekommen mit TubeRadio.fm ein neues Spielzeug. Das The Next Web International Review gibt es hier.
  • TypePad erweitert mit TypePad Micro sein Angebot um einen Micro-Blogging Service à la Posterous und Tumblr.
  • Die unter Android Nutzern sehr beliebte Bar Code Anwendung ShopSavvy gibt es jetzt auch für das iPhone.
  • US President Barack Obama gibt während einer Rede in Shanghai zu, dass er selbst Twitter noch nie benutzt hat, obwohl seinem Account Millionen Menschen folgen.
  • Oxford University Press wählt “unfriend” zum Wort des Jahres.
  • Mit dem kontinuierlich steigenden Stellenwert des Internets in unserem Leben nimmt die Zahl der Länder zu, in denen der Zugang zum Internet als Grundrecht deklariert wird. Spanien ist der neueste Zugang in dieser Gruppe.
  • Der News Aggregator Techmeme baut seine Mannschaft auf 6 Mitarbeiter aus und veröffentlicht eine mobile Version seines Web-Angebotes.
  • Psystar unterliegt nach langem Tauziehen gegenüber Apple und darf keine Rechner mehr mit OS X vertreiben.
  • Wollten Sie schon immer wissen, wie die Büros aussehen, in denen Twitter zu Hause ist? Twitter Mitarbeiter zeigen uns interne Einblicke. Eine interessante Übersicht der Räumlichkeiten verschiedenster Unternehmen gibt es bei Officeal.
  • Wenn Sie Ihre Freunde einmal mit gefälschten Tweets ärgern möchten, sehen Sie sich unbedingt FakeWhale an. The Next Web Autor Alex Wilhelm hat sich mit dem Service beschäftigt und zeigt einige seiner schönsten Kreationen.

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Shh. Here's some distraction

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